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Was bedeutet Fitness wirklich?


Was bedeutet Fitness wirklich?


„Ich möchte fitter werden.“ Diese Aussage höre ich im Erstgespräch am häufigsten, wenn ich frage: Was möchtest du erreichen?

Und genau an diesem Punkt hake ich nach.


Denn „fitter werden“ ist ein sehr weiter Begriff.

Wenn ich dann frage, was genau damit gemeint ist, blicke ich oft in fragende Gesichter. Viele merken in diesem Moment zum ersten Mal, dass sie zwar etwas verändern möchten, aber gar nicht genau wissen, was Fitness für sie persönlich bedeutet.

Häufig wird dabei auch klar, dass das eigene Bild von Fitness stark von außen geprägt ist – durch Medien, Werbung oder Social Media. Was dabei oft verloren geht, ist die Frage: Was brauche ich selbst, um mich leistungsfähig und wohler zu fühlen?

Diese Klarheit ist jedoch entscheidend, um langfristig dranzubleiben.

Aus diesem und weiteren Gründen ist dieser Beitrag entstanden.



Ausdauer und Kraft – wichtig, aber nicht alles


Fragt man Menschen was Fitness ausmacht, fallen fast immer dieselben zwei Begriffe: Ausdauer und Kraft.


Diese beiden Fähigkeiten sind zweifellos zentrale Bestandteile körperlicher Leistungsfähigkeit. Sie machen jedoch nur einen Teil dessen aus,

was Fitness tatsächlich bedeutet.

Wer regelmäßig Sport treibt und auf seine Ernährung achtet, wird nach einiger Zeit sicht- und spürbare Veränderungen feststellen. Solche Personen werden im Alltag häufig als „fit“ bezeichnet.

Doch daraus ergibt sich eine wichtige Frage: Bedeutet Fitness zwangsläufig, mehrmals pro Woche ins Fitnessstudio zu gehen, hohe Laufumfänge zu absolvieren oder ambitionierte sportliche Ziele wie einen Marathon oder Ironman anzustreben?


Menschen, die Sport regelmäßig und strukturiert betreiben und ihr Leben stark danach ausrichten, sind in vielen Bereichen leistungsfähiger. Je nach Sportart unterscheiden sie sich deutlich in Muskelmasse, Körperfettanteil oder Ausdauerleistungsfähigkeit von der Allgemeinbevölkerung.

Diese Unterschiede sind jedoch keine Voraussetzung für Fitness, sondern das Ergebnis spezifischer Trainingsreize.



Wo Missverständnisse entstehen


Genau an diesem Punkt beginnen häufig Missverständnisse – und damit auch die ersten inneren Blockaden.

Aussagen wie „Da werde ich ja zu muskulös“, „Ich habe keine Lust, 100 Kilometer im Monat zu laufen “oder„ Schau dir an, wie die sich quälen – das ist nichts für mich“

sind selten eine grundsätzliche Ablehnung von Bewegung. Meist spiegeln sie vielmehr ein falsches Verständnis davon wider, was Fitness tatsächlich erfordert.

Fitness ist kein Extremzustand und kein Wettkampfmaßstab. Sie ist auch kein Vergleich mit anderen.



Was bedeutet Fitness laut Definition?


Fitness bezeichnet allgemein die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sowie das Wohlbefinden. Sie beschreibt den Zustand, den Anforderungen des Alltags gewachsen zu sein, und umfasst konditionelle und koordinative Fähigkeiten wie:

  • Kraft

  • Ausdauer

  • Schnelligkeit

  • Beweglichkeit

  • Koordination


Vereinfacht gesagt bedeutet das: selbstständig, belastbar und unabhängig zu sein – möglichst bis ins hohe Alter.

Alles, was darüber hinausgeht, darf sein, muss es aber nicht.



Also: Was heißt fit sein?


Heißt Fitness automatisch …

  • muskulös?

  • ausdauernd?

  • kräftig?

  • schnell?

  • beweglich?

  • selbstständig?

  • geistig wach?

  • schmerzfrei?

  • belastbar im Alltag?

  • stressresistent?

  • selbstbewusst im eigenen Körper?


Die ehrliche Antwort lautet: Ja – ein bisschen von allem.


Fitness ist kein einzelner Wert auf einer Sportuhr und kein bestimmter Look, der von Social Media vorgegeben wird. Sie ist das Zusammenspiel vieler Fähigkeiten, die es ermöglichen, das eigene Leben aktiv, schmerzarm und selbstbestimmt zu gestalten.

Dazu gehören neben dem Training auch Erholung, Ernährung und guter Schlaf.



Körperlich und mental fit


Körperlich fit ist man dann, wenn die fünf motorischen Grundfähigkeiten – Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination – ausgewogen entwickelt sind.


Mental fit ist, wer sich konzentrieren und ebenso gut entspannen kann.


Eine ausgewogene Ernährung und ausreichend erholsamer Schlaf bilden die Basis dafür. All diese Faktoren beeinflussen sich gegenseitig:

  • Ausdauertraining erhöht die Stressresistenz

  • regelmäßige Bewegung verbessert die Schlafqualität

  • guter Schlaf steigert die Leistungsfähigkeit

  • ausgewogene Ernährung unterstützt körperliche und geistige Prozesse

  • Training verbessert Beweglichkeit und Koordination

Fitness entsteht nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch ihr Zusammenspiel.



Der Einfluss von Fitness-Hypes in Social Media


Ein Problem unserer Zeit ist, dass Fitness häufig extrem dargestellt wird. Höher, schneller, weiter – oft verbunden mit unrealistischen Körperbildern oder Leistungsansprüchen.

Das führt dazu, dass viele Menschen glauben, sie müssten sehr viel tun, um überhaupt „fit genug“ zu sein. In Wahrheit reichen in vielen Fällen überschaubare Trainingsumfänge und kleine, konsequente Anpassungen im Alltag, um die eigene Fitness spürbar zu verbessern.

Gerade für Menschen ab 40 ist nicht das Maximum entscheidend, sondern Regelmäßigkeit, Ausgewogenheit und Nachhaltigkeit.



Ein oft unterschätzter Bonus


Ein fitter Körper verbessert nicht nur Kraft, Ausdauer oder Koordination – er schärft auch die Körperwahrnehmung.

Man kann die eigenen Fähigkeiten realistischer einschätzen, reagiert schneller und sicherer (Sturzprävention) und erkennt frühzeitig, wenn etwas nicht rund läuft:

bei Bewegungseinschränkungen, Überlastung oder beginnenden Beschwerden.

Das ermöglicht es, zu handeln, bevor man reagieren muss.



Kurz gesagt


Fitness ist kein Extrem. Fitness ist keine Zahl. Fitness ist kein Vergleich mit anderen.

Fitness ist die Kombination mehrerer Eigenschaften und Fähigkeiten, die dir helfen, dein Leben aktiv, selbstständig und mit einem guten Körpergefühl zu führen – heute, morgen und in Zukunft.






Danke fürs Lesen.


Wenn du selbst etwas zum Thema Fitness beitragen möchtest, deine persönliche Geschichte teilen willst – warum du dich für einen fitteren Lebensstil entschieden hast, was dich an schwierigen Tagen motiviert oder auch, wenn du ganz anderer Meinung bist – dann teile gerne deine Erfarhungen.


Ich freue mich darauf.


Sportliche Grüße

Hannes


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