Laufen beginnen im Frühling – warum jetzt der perfekte Zeitpunkt ist (und warum es bisher vielleicht nicht geklappt hat)
- Hannes Schovanez

- 23. März
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 3 Tagen

Die Tage werden länger, die Sonne kommt raus und plötzlich ist sie wieder da – diese Motivation, endlich etwas zu verändern.
Viele nehmen sich genau jetzt vor: „Ich fange mit dem Laufen an.“
Vielleicht hast du das auch schon hinter dir. Du hast dir neue Laufschuhe gekauft, bist motiviert losgelaufen und warst am Anfang sogar richtig stolz auf dich. Endlich draußen, endlich richtige Bewegung, endlich mache ich etwas für mich selbst.
Und dann kam die Realität.
Die Waden haben angefangen zu ziehen. Die Knie haben sich gemeldet. Vielleicht hat die Hüfte gezwickt oder das Sprunggelenk war plötzlich überlastet. Die Atmung war schneller am Limit als gedacht und statt einem guten Gefühl blieb am Ende nur der Frust.
Ein paar Tage Pause wurden zu einer Woche.
Dann zu zwei, drei....
Und irgendwann sind die Schuhe wieder im Kasten verschwunden.
Und ganz leise hat sich dieser Gedanke eingeschlichen:
„na.... Laufen ist wohl doch nichts für mich“
Die Wahrheit ist:
Es liegt nicht nur an dir!
Was viele nicht wissen: Genau so startet ein Großteil der Menschen ins Laufen – und hört genauso schnell wieder auf.
Das Problem ist nicht die mangelnde Disziplin oder ein „unsportlicher Körper“. Das Problem ist fast immer der Einstieg. Viele beginnen ohne Struktur, laufen zu schnell los, zu lange Distanzen und ohne Verständnis dafür, was der Körper eigentlich gerade leisten kann.
Der Körper bekommt einen Reiz, den er so noch nicht kennt – und reagiert darauf. Mit Verspannung, Überlastung, mit Schmerzen. Und genau hier entsteht dann die Spirale aus Frust und Unsicherheit.
Warum der Frühling trotzdem deine Chance ist
Der Frühling bringt etwas mit, das du nicht unterschätzen darfst: eine natürliche Aufbruchsstimmung.
Mehr Licht, angenehmere Temperaturen, und das Gefühl an die Frische luft zu wollen – all das macht es dir deutlich leichter neue Gewohnheiten zu etablieren. Du hast mehr Energie, mehr Motivation und vor allem eine bessere Ausgangslage als in den dunklen Wintermonaten.
Aber genau hier liegt auch der Knackpunkt: Motivation allein reicht nicht.
Wenn du es diesmal wirklich durchziehen willst, brauchst du einen klaren Plan.
Ein guter Start hat nichts mit „durchlaufen“ zu tun
Viele glauben, sie müssten von Anfang eine bestimmte Geschwindigkeit (Pace) laufen, eine Herzfrequenz treffen oder eine mindestanzahl an Kilometer machen um Fortschritte zu erzielen. Genau diese Denkweise ist einer der größten Fehler.
Ein sinnvoller Einstieg orientiert sich nicht an Kilometern, Pace und der "richtigen" Herzfrequenz, sondern an Zeit und Belastung. Es geht darum den Körper langsam an die Bewegung zu gewöhnen. Das bedeutet auch bewusst Gehpausen einzubauen.
Diese Kombination aus Laufen und Gehen ist kein Zeichen von Schwäche – im Gegenteil. Sie sorgt dafür, dass dein Körper die Belastung besser verarbeiten kann und du kontinuierlich Fortschritte machst ohne dich zu überfordern.
Was sich am Anfang vielleicht „zu leicht“ anfühlt, ist in Wahrheit genau das was dich langfristig ans Ziel bringt.
Warum Mobilisation oft der entscheidende Unterschied ist

Viele Probleme entstehen nicht beim Laufen selbst, sondern durch das was davor fehlt.
Wenn Sprunggelenke eingeschränkt sind, die Hüfte unbeweglich ist oder die Muskulatur "verkürzt", dann kann dein Körper die Laufbewegung nicht sauber ausführen. Die Folgen sind Fehlbelastungen – die du dann spürst.
Gezielte Mobilisationsübungen bereiten deinen Körper auf die Bewegung vor. Sie verbessern deine Beweglichkeit, entlasten die Gelenke und sorgen dafür, dass dein Laufstil effizienter wird.
Das ist oft der Punkt an dem viele plötzlich merken:
„Es fühlt sich viel runder an als vorher.“
Warum Laufen nicht alles ist
Ein weiterer Punkt der oft komplett unterschätzt wird: Du musst deine Ausdauer nicht ausschließlich durch Laufen aufbauen.
Gerade am Anfang – oder wenn Beschwerden vorhanden sind – kann das Rad ein enormer Vorteil sein. Es ermöglicht dir deine Ausdauer zu verbessern ohne deine Gelenke zusätzlich zu belasten. Speziell bei Schmerzen und/oder Überlastungen im Knie, macht der Wechsel auf das Rad Sinn. Das Knie wird weiter bewegt was dazu führt das es schneller heilt und das ohne die starke Belastung die das Laufen mit sich bringt. Gleichzeitig wird die Sturktur um das Knie mittrainiert was sich dann wiederum positiv auf das Laufen auswirkt.
Das bedeutet: Du wirst fitter, ohne dich ständig an deine Grenzen zu bringen.
Diese Kombination sorgt dafür, dass du schneller Fortschritte machst und gleichzeitig deutlich weniger Risiko für Überlastungen hast.
Stabilität schlägt Motivation
Viele starten voller Motivation, aber ohne körperliche Grundlage. Und genau hier kommt das Krafttraining ins Spiel.
Ein stabiler Körper ist die Basis für sauberes, schmerzfreies Laufen. Wenn deine Muskulatur – vor allem im Rumpf, in der Hüfte und in den Beinen – nicht ausreichend arbeitet, übernimmt dein Körper das über Kompensationen. Und die führen langfristig fast immer zu Problemen.
Gezieltes Krafttraining sorgt dafür, dass dein Körper stabiler wird, deine Haltung sich verbessert und du effizienter läufst.
Struktur bringt Ruhe in deinen Kopf
Das vielleicht Wichtigste an einem guten Trainingsplan ist gar nicht nur die körperliche Komponente – sondern die mentale.
Wenn du weißt was du tun sollst, wann du es tun sollst und wie intensiv es sein darf, fällt eine riesige Last von dir ab. Du musst nicht mehr überlegen, nicht mehr googeln, nicht mehr zweifeln.
Du hast einen klaren Weg vor dir.
Und genau das sorgt dafür, dass du dranbleibst.
Vielleicht nicht immer Perfekt. Aber konstant.
Und dieses konstante Training ist am Ende das, was den Unterschied macht.
Fazit: Laufen ist lernbar
Laufen ist nicht etwas das man entweder „kann“ oder „nicht kann“. Es ist eine Fähigkeit, die sich entwickelt.
Wenn du es richtig angehst, wird dir einiges auffallen:
dein Körper passt sich an
die Belastung fühlt sich leichter an
die Fortschritte kommen von selbst
Und plötzlich bist du nicht mehr derjenige der aufgibt – sondern derjenige, der dranbleibt.
Wenn du diesmal einen anderen Weg gehen willst
Wenn du dich in diesen Punkten wiedererkennst und dir denkst:
„Genau so war es bei mir“
Dann macht es Sinn diesmal nicht einfach wieder drauf los zu starten.
Von mir bekommst du genau das, was dir bisher gefehlt hat: einen strukturierten Plan, der auf dich abgestimmt ist und dich Schritt für Schritt aufbaut. Ergänzt durch Videoanleitungen für Mobilisation, gezieltes Krafttraining und sinnvolle Ergänzungen wie Ausdauereinheiten am Bike. Alles zusammengefasst in einer APP.
Du hast dabei nicht nur einen Plan, sondern auch die Sicherheit, dass du auf dem richtigen Weg bist.
Der Frühling ist die perfekte Zeit für einen Neustart.
Aber diesmal nicht mit Glück – sondern mit System.



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